IgLS hinein, statt Schwa(r)z allein!
Die Handschrift der IgLS ist im Umwelt-, Sozial- und Kulturbereich deutlich erkennbar. Die Arbeit der IgLS ist geprägt durch die Bereitschaft Demokratie zu leben, unabhängig zu sein, sich für Benachteiligte einzusetzen und unseren Lebensraum nicht der Willkür von Mächtigen auszuliefern.
Absolute Mehrheiten bringen für die Bevölkerung nicht mehr Lebensqualität, im Gegenteil, sie stärken nur den Einfluss der Lobbyisten. Die Vielfalt im Gemeinderat wird für die zukünftige Arbeit in Schwaz von Bedeutung sein.
Meine Kandidatur zum Bürgermeister sehe ich als Möglichkeit unsere Anliegen verstärkt zu vermitteln. Demokratische Rechte sind für die IgLS Selbstverständlichkeit! Die IgLS arbeitet unabhängig von wirtschaftlichen und parteipolitischen Einzelinteressen. Diese Tatsache ist für das Amt des Bürgermeisters Grundvoraussetzung. Glanz und Glamour alleine helfen uns nicht weiter.
Wir werden alle demokratischen Spielregeln ausnutzen, um unsere Vorstellungen zum Wohle der SchwazerInnen mit voller Energie umzusetzen. Eine Stärkung der IgLS verhindert einen alleinigen Machtanspruch der ÖVP! Vertrauen Sie uns und wählen Sie am 14. März IgLS – Liste 3 und mich zum Bürgermeister.

Ihr Hermann Weratschnig, Bürgermeisterkandidat
Interessengemeinschaft Lebensraum Schwaz (IgLS) – Liste 3
Interview mit dem Bürgermeisterkandidaten
Warum kandidierst du als Bürgermeister?
Schwaz liegt mir am Herzen, mit all den Widersprüchen, die unsere Stadt zu bieten hat. Ich bin überzeugt, dass ich in diese Rolle gut hineinwachse und mein Wissen und Engagement zum Einsatz bringen kann. Mit voller Energie für die Bewohner können wir gemeinsam viel erreichen.
Hat Hermann Weratschnig überhaupt eine Chance oder ist es eine verlorene Stimme?
Verloren ist gar nichts, denn ich kandidiere als wählbare Alternative zum amtierenden Bürgermeister. Vor Demokratie geht man nicht in Deckung, sondern in die Offensive mit viel Einsatz und neuen Ideen, Verständnis für Sachfragen und Spaß am Job. Gäbe es mehr Bürgermeisterkandidaturen, würde unsere Demokratie in Schwaz aufatmen. Also geht hin zur Wahl, nehmt euch die 10 Minuten Zeit, um vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. – 10 min am Sonntag entscheiden für die nächsten 6 Jahre.
Welches Ziel hat deine Kandidatur als Bürgermeister von Schwaz?
Natürlich Stimmen und Vertrauen zu gewinnen und wenn es sich ausgeht, Dr. Hans Lintner in eine Stichwahl zu bringen. Meine Chancen würden dadurch enorm steigen. Mit voller Kraft und dem Programm der IgLS können wir Berge versetzen.
Du sprichst vor allem die jungen Wählerinnen an. Wie gewinnst du die ältere Generation?
In meinem Umfeld schöpfe ich Kraft und dort umgebe ich mich mit vielen Jugendlichen. Das motiviert mich, weil es mich an meine Jugend erinnert.. Zukünftig muss sich die Gemeinde besonders für die ältere Generation einsetzen, gleichzeitig die Jugend mehr ernst nehmen und Jugendkultur ermöglichen.
Unsere ältere Generation liebt Schwaz und der Bürgermeister hat alles daran zu setzen, eine Stadt zum Wohlfühlen mitzugestalten. Viele Themen werden wir in unserem Programm aufgreifen, von der mobilen SeniorInnenbetreuung, Betreutes Wohnen und leistbares Wohnen.
Welche Defizite siehst du in der Schwazer Jugendpolitik?
Vor ca. 18 Jahren war ich Begründer des Schwazer Jugendgemeinderates und Jugendlandtages. Die Forderungen haben sich leider nicht alle erfüllt, außer, dass wir ein neues Jugendzentrum errichtet haben. Es fehlt an ausreichend Proberäumlichkeiten für junge Bands, Möglichkeiten für Mountainbiker und Downhill - Fahrer gibt es wenig, ein offenes Jugendforum existiert nicht, zu wenig Freiflächen für Jugendkulturaktivitäten sind vorhanden, leistbare kleine Wohneinheiten für Singles oder Paare fehlen und wir haben keine Innenstadtdisco. Die Liste lässt sich sicher noch erweitern, wenn wir unsere Jugendlichen befragen. Jugendbeschäftigung und fehlende Lehrstellen habe ich noch gar nicht erwähnt.
Wir sind eine aktive Schulstadt und Meister in Vereinsaktivitäten im Kultur- und Sportbereich, aber in der freien Jugendkultur sind wir schwach.
Welche Eigenschaften sollte ein Bürgermeister haben?
Ein Herz für die Sorgen der SchwazerInnen, den Mut sein Wort zu halten und auch „nein“ sagen zu können, sowie ein wirtschaftliches Verständnis für die Zukunft. Mit offenen Augen durch die Stadt gehen und versuchen Probleme zu lösen und Chancen zu nutzen.
Du bist Unternehmer in Schwaz – wie lässt sich das vereinbaren?
In vielen Bereichen wird sich die unternehmerische Arbeit nicht mehr ausgehen. Bei einer Bürgermeistertätigkeit müsste ich Geschäftsbereiche übergeben. Die Firma spart sich allerdings dann meinen Monatslohn. Das Bürgermeistergehalt von € 5.500,-- ist angemessen, da man sich selbst pensionsversichern muss und zahlreiche zusätzliche Aufwendungen hat. Einen Teil würde ich meiner Gemeinderatsfraktion geben, da bei den IgLS leider immer Geldmangel herrscht. Mit der Wahlkampfkassa der ÖVP können wir bei weitem nicht mithalten, was aber auch nicht das Ziel ist.
Hans Lintner will Bürgermeister werden und Landesschulratspräsident?
Mich ärgert weniger der Bruttolohn, sondern der Anschein, dass er seine 2-3 Vormittage an der HAK gleichsetzt mit der Landesschulratstätigkeit. Das versteht kaum jemand. Zwei Fulltime Jobs sind nicht möglich.
Schwaz kann nicht von Innsbruck aus regiert werden und der Tiroler Landesschulrat kann nicht im Schwazer Rathaus sitzen. Ich verstehe nicht, was sich Hans Lintner dabei gedacht hat.
Es wird vermutet es kommt nach der Wahl zu einer weiteren Wahl, wenn Lintner sein Amt zurücklegt?
Das glaube ich nicht; Hans Lintner spricht ja bereits bei seinem Amtsantritt von seinem Pensionsantritt in drei Jahren als Landesschulratspräsident. Dann geht’s wieder weiter als Vollzeitbürgermeister. Eigentlich unglaublich, vor seinen künftigen Aufgaben, welche auf ihn zukommen, vorab einmal seinen Pensionsantritt festzulegen. Die SchwazerInnen werden leider diese Tragweite nicht erkennen, da sie die Informationen nicht bekommen werden und der ÖVP Wahlkampf vieles überdecken wird. Ich werde mit meinem Team alles daran setzen, die Geschichte allen SchwazerInnen persönlich zu erzählen.
Wird diese Doppelbelastung von Dr. Hans Lintner seiner BGM Kandidatur schaden?
Das kann ich nicht sagen, hierzu muss man die ÖVP Strategen fragen - mir schadet sie jedoch nicht. Geschädigt werden voraussichtlich, nach der Wahl dann, die Steuerzahler und die Tiroler Bildungspolitik, wenn Bildungspolitik wieder nicht in Angriff genommen werden. Die ÖVP blockiert in Tirol bis dato eine Weiterentwicklung der Bildungspolitik.
Viele sagen dir nach Du machst zu wenig Oppositionspolitik im Schwazer Gemeinderat?
Ebenso viele sagen mir, ich sei immer dagegen und bin zu wenig lösungsorientiert. Faktum ist, dass in der Gemeinde Sachpolitik gefordert ist und die Menschen rasche Lösungen erwarten und nicht lange Reden. Bei der absoluten Mehrheit im Schwazer Gemeinderat braucht es manchmal auch harte und deutliche Worte, dass wir nicht überhört werden und unsere Anliegen ans Ziel bringen. Das schmerzt oft, aber trotzdem sind ca. 90% der Beschlüsse gemeinsam erarbeitet und gemeinsam beschlossen. Wir haben in Schwaz eine beachtlich hohe Qualität, wie wir miteinander umgehen.
Wir können stolz sein auf unsere Demokratie. Parteiendemokratie ist immer noch die beste Lösung von Konfliktbewältigung.
Bist Du mit Deinem Team zufrieden?
Ich war noch nie zufriedener und bin überzeugt, dass Mag. Viktoria Ismaili und Michaela Oberlechner sich schnell eingearbeitet haben. Sie sind voll motiviert und haben viele Begabungen – das ist das wichtigste. Die beiden werden mich in weiterer Zukunft fordern – ich freue mich.
Wichtig ist mir auch, dass wir nicht nur von Integration reden, sondern auch Menschen mit Migrationshintergrund auf wählbare Plätze setzen. Tarik Özbek ist seit mehr als einem Jahrzehnt in Tirol arbeitstätig und kennt die Sorgen und Probleme unserer Nachbarn. Als Versicherungskaufmann kann er auf viel Erfahrung mit Menschen zurückgreifen. Integration ist dann erfolgreich, wenn wir gemeinsam lachen, Erfolge verzeichnen und streiten können. Ich arbeite mit vielen türkisch stämmigen Kunden zusammen. Ich habe genauso gute und schlechte Erfahrungen gemacht wie bei allen anderen Kunden. Unsere Liste wird in Kürze der Öffentlichkeit präsentiert. Die Mischung passt gut.
Ist das Team mit dir zufrieden?
Das wird sich zeigen, ….
Was fällt Dir spontan ein zu Hans Lintner?
Ein engagierter Bürgermeister, der viel in Schwaz ermöglicht hat. Ich schätze ihn persönlich und wir haben ein arbeitsreiches gutes Verhältnis zueinander. Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung sind uns wichtig. Ich konnte von ihm viel lernen und er auch einiges von uns.
Du bist Bezirkssprecher der Grünen in Schwaz. Kein einziges Mal hast du jetzt von den Grünen gesprochen?
Ich mag es ebenfalls nicht, wenn die ÖVP andauernd von sich selbst redet. Wir bieten ein Programm und vertreten unsere Werte. Das ist ausreichend und fordert die WählerInnen.
Ich halte nichts von parteipolitischen Beweihräucherungen. Genau diese Art von Politik wollen auch die Wählerinnen nicht mehr. Natürlich gibt es ideologische Unterschiede, solche gibt es aber auch innerhalb von Wahlbewegungen. Ich weiß nur, dass ich von allen Rechtsparteien meilenweit entfernt bin und bei den Grünen die meisten Übereinstimmungen finde.
Du warst mit einem Handtuch und einer Seife in der Zeitung. Verträgt sich Populismus mit deiner Bürgermeisterkandidatur?
Wenn es um Grundbedürfnisse der Menschen geht, wie sich waschen und abtrocknen, kann man nicht von Populismus sprechen. Diese Einsparungen im Schwazer Krankenhaus sind einfach unsinnig. Wir können stolz sein auf die medizinische Qualität und der pflegerischen Leistungen im Krankenhaus, aber nicht darauf, Handtuch und Seife aus Kostengründen einzusparen.
Wie sind Deine Erwartungen für den 14.März?
12-2 und 3+2; anders gesagt; Wir holen uns mit meinem Team 2 Mandate von der ÖVP und machen eine große Party.
